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Insolvenz bei der Folag AG

Sempach, 24. September 2015 – Die Folag AG als einer der grössten Verpackungsspezialisten in der Schweiz mit Standorten in Sempach und Burgdorf hat per 23. September 2015 Insolvenz angemeldet. Gespräche zur Übernahme von Kernteilen der Produktion und eines Teils der Mitarbeitenden der Folag AG aus der Insolvenz durch eine Auffanggesellschaft sind bereits im Gang. Ziel ist die Rettung von 50 bis 60 Arbeitsplätzen. Das exportorientierte Unternehmen kämpft seit 2011 gegen anhaltende Schwierigkeiten im Euro-Raum, die Währungskrise, zunehmenden Margendruck sowie die enorm gestiegenen Rohstoffpreise.

Als exportorientiertes Unternehmen ist die Folag AG seit 2011 von den Schwierigkeiten im Euro-Raum und seit Januar vom Währungsschock und dem dadurch bedingten Margennachlass betroffen. Zur heutigen Situation führte schliesslich die Preisentwicklung bei den Rohstoffen. Allein zwischen März und Juli 2015 sind die Preise um 50% gestiegen, was in den letzten 50 Jahren seit Bestehen der Kunststoffindustrie noch nie vorgekommen ist. Hinzu kam eine künstliche Verknappung, die dazu führte, dass nur noch ein Teil der für die Produktion benötigten Rohstoffe verfügbar war. Dadurch konnte die Folag AG rund 25% der bereits vorhandenen Aufträge nicht mehr ausführen. Dies wiederum führte zu einem entsprechenden Umsatzrückgang und damit zu weiteren Substanzverlusten. Weil das Unternehmen bereits ohne grosse Substanz in die aktuelle Wirtschaftskrise hineingeriet, musste es nun auf die anhaltend negative Entwicklung reagieren. Verwaltungsratspräsident Christian Krapf erklärt: „Es haben seit längerer Zeit intensive Gespräche des Managements und Verwaltungsrates mit Banken, den Aktionären und weiteren externen Investoren stattgefunden. Mit der nun geplanten Auffanggesellschaft sollten innerhalb der nächsten Tage Teile der Folag AG gerettet werden können.“

Die  145 Mitarbeitenden der Folag AG verlieren ihre Stelle. Mit Hilfe der geplanten Auffanggesellschaft sollen 50 bis 60 Arbeitsplätze gerettet werden. Die Zusammenarbeit mit den zuständigen Amtsstellen und Behörden ist eingeleitet, damit die Mitarbeitenden eine Anlaufstelle für ihre Betreuung und die Stellenvermittlung haben.

Traditionsunternehmen seit 1969
Für CEO Erich Steiner ist die Betriebsschliessung ein schwerer Schlag für die Regionen Sempach und Burgdorf als Produktions- und Arbeitsstandorte. “Mit dem Konkurs der Folag AG geht ein Traditionsunternehmen, das 1969 vom damaligen Gründer Candid Burkart mit viel Unternehmertum aufgebaut wurde, unter. Unsere Firma war in der Branche ein Begriff für Qualität und Innovation. Ich muss mich mit grossem Bedauern von tollen Mitarbeitenden trennen. Trotz der grossen Schwierigkeiten gab es durch unsere immensen Anstrengungen immer wieder Anlass zur Hoffnung. Aber einen Betrieb kann man nur mit der nötigen finanziellen Substanz weiterführen, und diese ist leider nicht mehr gegeben. Ich hoffe sehr, dass alle Mitarbeitenden in der Region wieder gute Arbeitgeber finden. Ich selber bin auch stark in der Region verwurzelt und tue alles dafür, dass wenigstens ein Teil der Arbeitsplätze  erhalten werden kann.“

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